| Einsparpotenziale durch Kooperation und Nachhaltigkeit |
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Résumé zum Branchenforum Lebensmittel- und Getränkelogistik 2011
Bündelung der Transportströme durch Kooperation ist das zentrale Thema in der Lebensmittellogistik. Das Gesamtsystem kann dabei jedoch nur nachhaltig optimiert werden, wenn neue Kooperations- und Steuerungsmodelle eine Chance erhalten. Dies war das Hauptergebnis des 1. Branchenforum Lebensmittel- und Getränkelogistik 2011: „Logistik meets Ernährung - Kooperationen, Nachhaltigkeit und Effizienz“ der Cluster Logistik.NRW und Ernährung.NRW, das am 26. Oktober 2011 in der IHK Nord Westfalen in Münster stattfand. Rund 40 Branchenexperten diskutierten über die aktuellen Entwicklungen der Logistik in der Ernährungsbranche. Katja Wittke vom Clustermanagement Logistik.NRW stellte zu Beginn die Ergebnisse der mit dem Cluster Ernährung.NRW durchgeführten Umfrage zu Trends in der Logistik der Ernährungsbranche vor. „Die Reduzierung von Wartezeiten in den Verteilzentren, Unternehmenskooperationen sowie die Kraftfahrer-Qualifizierung stehen derzeit im Fokus der Unternehmen der Lebensmittellogistik“, so Wittke.
Durch Best-Practise Beispiele wurden den Teilnehmern im Folgenden Möglichkeiten von Kooperation und Nachhaltigkeit in der Lebensmittellogistik aufgezeigt. Jürgen Bohnen, Geschäftsführer der Reiner Bohnen Intern. Spedition, Niederkrüchten erläuterte am Beispiel der Logistikkette eines Getränkeherstellers Einsparmöglichkeiten bei den Emissionen im Transport. Durch die Verlagerung der Anlieferungsströme von der Straße auf die Schiene wurden im dargestellten Projekt 30% der Emissionen eingespart, so Bohnen. Dirk Alexander, DACHSER Food Logistics, Logistikzentrum Herne stellte die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens vor.
Ein Konzept zur Bündelung von Warenströmen im Großverbraucherservice präsentierte Stephan Dewender, Geschäftsführer DFS dewender food service, Bochum. Sein Ansatz zur Reduzierung von Lieferkontakten: ein zentral agierender Logistikkoordinator mit welchem bis zu 70 % der Lieferkontakte eingespart werden können. Gerhard Kamlage, Geschäftsführer Teutoburger Ölmühle GmbH & Co. KG, Ibbenbüren schilderte am Beispiel des Projekts „Nachhaltige Kooperation in der Logistik“ die positiven Effekte einer horizontaler Kooperation zwischen Nahrungsmittelproduzenten. Durch die gemeinsame Organisation des Warentransports mehrerer Produzenten ergäben sich Einsparpotenziale bei den Transportkosten von ca. 15%, so Kamlage. „Dabei ist die Frage, wer die Transportkette in der Hand hält“ von entscheidender Bedeutung, so Kamlage.
Nach einem Vortrag von Gerd Marx, EnergieAgentur.NRW zum Thema „Nachhaltigkeit durch Energieeffizienz“ diskutierten die Teilnehmer abschließend in einem von Dr. Volker Ebert (Clustermanagement Ernährnung.NRW) moderierten Dialog über die zukünftigen Entwicklungsperspektiven von Nachhaltigkeit in der Lebensmittellogistik.
v.l.n.r. Gerhard Kamlage; Jürgen Bohnen;
Dr. Volker Ebert (Cluster Ernährung.NRW)
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