| Informationsveranstaltung Südafrika |
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Südafrika bietet Chancen für deutsche Foodtec-Unternehmen
Insbesondere an Technologien zur Weiterverarbeitung von Agrarprodukten bestehe in ihrem Land großer Bedarf, berichtete dabei Nkuli Mxenge, Managerin für Markt-Entwicklung der COEGA Development Corporation aus Port Elizabeth. Darüber hinaus sind nach ihren Worten in Südafrika zurzeit moderne Lösungen im Bereich Verpackung und Logistik gefragt. In diesen Segmenten bestehe für mittelständische Unternehmen der deutschen Ernährungsbranche eine große Chance, an der Wertschöpfung in Südafrika zu partizipieren, stellte LOTSE-Geschäftsführer Dr. Josef Gochermann, dazu fest. Als Schwerpunkte der südafrikanischen Agrarproduktion nannte Frau Mxenge insbesondere den Anbau von Südfrüchten und die Milchwirtschaft. Die Regierung Südafrikas wolle zukünftig verstärkt verarbeitete, veredelte Produkte auf den Markt bringen, erläuterte Jörg Hübner, Honorarkonsul der Republik Südafrika den Bedarf des Landes im Bereich Foodtec und Foodprocessing. Hübner skizzierte Südafrika aus seiner eigenen langjährigen beruflichen Erfahrung dort als ein sehr europäisch geprägtes Land von vergleichsweise großer politischer und wirtschaftlicher Stabilität. Immerhin konnte das Land am Kap 2008 trotz internationaler Finanz- und Wirtschaftskrise ein Wirtschaftswachstum von 3,1% vorweisen. Im Vergleich zu den Vorjahren mit jährlichen Zuwächsen von um 5% ging die globale Krise allerdings doch nicht ohne Auswirkungen an der Republik im Süden des Schwarzen Kontinents vorbei. Auch für 2009 betrage die Wachstumsprognose von Experten für Südafrikas Wirtschaft - der Krise zum Trotz – zwischen 1% und 5%, gab Hans-Friedrich Schmeding, Marketing-Officer bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin, an. Die offizielle Wachstumsprognose der südafrikanischen Regierung für 2009 liegt nach Angaben des Auswärtigen Amtes dagegen bei moderaten 1,2%. Inzwischen erwirtschaftet Südafrika nach Angaben von Fachleuten rund ein Fünftel des Brutto-Inlandsprodukts des gesamten afrikanischen Kontinents. Zudem entfällt etwa die Hälfte der Kaufkraft Afrikas insgesamt auf Südafrika. Darüber hinaus verfüge das Land über eine strategisch günstige Lage für Lieferungen in den asiatisch-pazifischen Raum sowie in den Gemeinsamen Markt Südamerikas (Mercosur), sagte Schmeding. Die Südafrika-Kenner lobten ferner die Verkehrsinfrastruktur Südafrikas als sehr gut. Immerhin liegen 80% des kontinentalen Bahnnetzes in Südafrika. Bei allem Zuspruch wies Konsul Hübner die deutsche Unternehmen jedoch auch darauf hin, dass Südafrikaner sehr preisbewusst seien. Daher bestünde dort nur für preislich sehr wettbewerbsfähige Produkte Aussicht auf Erfolg, stellte er fest. Um deutschen Unternehmen der Ernährungsbranche den südafrikanischen Markt näher zu bringen und um ihnen erste wichtige Kontakte in dem Land zu vermitteln, veranstaltete die LOTSE GmbH vom 4. bis zum 8. Oktober 2009 unter dem Titel „MedFoodTech“eine organisierte Unternehmerreise nach Südafrika. Die Reise werde passgenau auf den Informationsbedarf der einzelnen Unternehmen abgestimmt und biete somit einen idealen Rahmen zum Aufbau von Kontakten, sowohl zwischen den Teilnehmern als auch zu potentiellen Partnern vor Ort, kündigte LOTSE-Geschäftsführer Dr. Josef Gochermann an. (Jürgen Clemens, Clemens Media, Bonn)
Foto: Die Referenten der Informationsveranstaltung (v.l.): Landrat Konrad Püning, Markus Tischer (Krones AG), Hans-Friedrich Schmeding, (Südafrikanische Botschaft Berlin), Dr. Josef Gochermann (LOTSE GmbH), Nkuli Mxenge (COEGA Development Corporation), Dr. Otto Strecker (Clustermanagement Ernährung.NRW), H. Jörg Hübner (Honorarkonsul der Republik Südafrika), Dr. Jürgen Grüner (wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH) und Klaus Pekruhl (Langguth GmbH).
Nachtrag, Oktober 2009: Vom 13. – 18. September fand die Informations- und Kontaktreise nach Südafrika statt. Begleitet von der LOTSE GmbH trafen die 10 Unternehmensvertreter auf viele Partner, Organisationen und potenzielle Kunden. Unternehmensbesuche, Workshops zum Thema Wirtschaft in Südafrika, rechtliche Rahmenbedingungen, Logistik und Finanzierung rundeten die Reise inhaltlich ab und sorgten für einen guten Einblick in den Zukunftsmarkt Südafrika. Sehr positiv bewertete ein Unternehmer diese Informations- und Kontaktreise und bezeichnete diese als einen „Türöffner“. Bislang hatte er erste Schritte in neue Märkte immer alleine durchgeführt. Insgesamt waren alle Unternehmensvertreter sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Reise, so konnten bereits für zwei Unternehmen Vertriebspartner gewonnen und für weitere Unternehmen erste konkrete Angebotsaufforderungen eingeholt werden.
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